Guido Kratz

Der Künstler und Keramiker Guido Kratz aus Hannover Portrait

Geboren in Frankfurt am Main 1958 fand Guido Kratz 1978 zur Kunst: Er schloss sich für einige Jahre einer Künstlerkommune in der Nähe von Frankfurt am Main an.

Dort beschäftigte er sich mit Fotografie, Malerei, Keramik und Musik. Er entschied sich erst einmal für die Keramik und beschäftigte sich bis 1990 ausschließlich mit der Herstellung von Einzelstücken, Geschirr, Baukeramik und Möbel aus Keramik.

1988 legte er die Meisterprüfung im Keramikerhandwerk ab und bildete Lehrlinge aus.

Ab 1990 wurden ihm die Farben immer wichtiger und er bemalte Geschirr, freie Formen und immer mehr auch Fliesen in allen Größen. So entstanden 2000 die Netzwerkbilder. Das Thema dieser Bilder ist es, die Beziehungen des Einzelnen zu größeren Gruppen bildnerisch darzustellen.

In den Workshops Netzwerkbildung stellen große und kleine Gruppen in Organisationen und Unternehmen selbst komplexe Netzwerkbilder her und erarbeiten sich einen sonst nicht möglichen Blick auf sich selbst. >>>

In den letzten Jahren beschäftige sich Guido Kratz intensiv mit dem Thema Tanz und Bewegung. Diese Eindrücke verarbeitete er in seinen Tanz Skulpturen. >>>

2015 bis 2016 beschäftige er sich wieder stärker mit Gefäßen. Indem er Gefäße wieder verschließt und sie so gegen eine alltägliche Benutzung sperre entstehen Grenzgänger zwischen Gefäß und Skulptur. >>>

Die neueste Arbeit von Guido Kratz ist „die Wand“, eine Wandplastik aus einzelnen Wandskulpturen, die zu großen Flächen zusammengesetzt werden können. >>>


Arbeitsschwerpunkte:
Keramik, Workshops, Kunst

Atelier
Goebenstraße 4,
30161 Hannover
Tel: 0511 391434
Mail: info@guido-kratz.de
Web: www.guido-kratz.de



Zu den Arbeiten:

Die Gefäße:
Ein Gefäß ist im allgemeinen Sprachgebrauch ein Behältnis zur Aufbewahrung von Gegenständen oder Flüssigkeiten. Solche Gefäße hat Guido Kratz in seiner Laufbahn als Keramiker schon viele hergestellt. Aber die neuen Arbeiten sind anders. „Gefäß“ beschreibt für die neusten Arbeiten von Guido Kratz lediglich die formale Identität im Prozess der Herstellung von umschlossenen Raum. Die „Gefäße“ von Guido Kratz sind nicht geschaffen, um Gegenständliches aufzubewahren. Sie haben sich komplett von ihrer zweckhaftigen Gegenständlichkeit gelöst, abstrahieren sich zu etwas Neuem und ziehen ihre Daseinsberechtigung aus der schieren Präsenz.

Die Wand:
Die „Wand“ besteht aus plastischen keramischen Fliesen, die immer wieder anders zusammengestellt werden können. Einige der Formen scheinen sich noch immer auszudehnen, sie wachsen über ihr eigentlich begrenztes Format hinaus. Es scheint als würde sich die „Wand“ langsam verändern, sich in alle Richtungen bewegen. All das steht in einem Gegensatz zum Material Keramik, das für seine Unbeweglichkeit und lange Lebensdauer bekannt ist.

Die körperliche und plastische Dominanz der „Wand“ ist so groß, dass Guido Kratz, kaum Farben auf der Oberfläche einsetzt. Eine andere Oberfläche lässt ein und dieselbe Form völlig anders wirken. So löst es beim Betrachter ganz unterschiedliche Gefühle und Assoziationen aus, ob die Oberfläche glänzend oder matt, weiß oder blau ist. Die „Wand“ kann mit allen sieben Formen ein starkes visuelles Sensorfeld sein, das den Sehsinn oder den Tastsinn lange beschäftigt. Eine ständige Stimulation geht von der „Wand“ aus.

Guido Kratz ist bekannt durch seine künstlerischen Workshops für Unternehmen und Organisationen. Mit großen und kleinen Gruppen erarbeitet er keramische Netzwerkbilder, die zum Beispiel Unternehmensziele visualisieren. >>>

 

 

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