Franz Betz

foto: insa hagemann

1963 in Sigmaringen/Donau geboren – 1983-91 Architektur – und Designstudium – seit 1987 digitale Arbeiten und Installationen und seit 1997 als Lichtbildhauer tätig – lebt und arbeitet in Hannover – ehm. Vorsitzender des Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler Hannover – Vorsitzender des Deutschen Werkbund Nord – Kurator BBK:ruhm – Gründer Kunstraum “j3fm”


Arbeitsschwerpunkte:
Lichtobjekte, Installationen, Editionen

2016 zu Gast im Atelier Bildarium, Isernhagener Str. 53, 30163 Hannover

Atelier
TrafoLab, Nackenberger Str. 2, 30659 Hannover
Tel.: 0173-8809900
E-mail: info@franzbetz.com
www: www.franzbetz.com | www.trafolab.de
facebook: facebook.de/atelier.franzbetz


Zu den Arbeiten:

In den Objekten von Franz Betz wird ein anderer Zusammenhang thematisiert. Es handelt sich um Lichtschleifen in Drahtkäfigen, die er Container nennt. Die Lichtschleifen sind frei gebogene LED-Schläuche und kontrastieren zur rasterartigen Vergitterung der Kästen, die an geometrische Vermessung erinnern, denkt man beispielsweise an das Netz der senkrechten und waagrechten Meridiane, die um den Globus gespannt sind und die bei der Navigation eine genaue Bestimmung des Standortes von Schiffen ermöglichen. Die spontan gesetzten Lichtstreifen in ihrer festgehaltenen Freiheit der Bewegung entziehen sich der quantitativen Messung des Gitters. Statt Fülle und Leere werden wir hier mit dem Gegensatz von Freiheit und Gesetz konfrontiert wiederum eine gegenseitige Bipolarität, denn auch Freiheit beruht auf einen Regelkanon.

Der Zusammenhang von Licht und Vakuum ist ein altes Thema der Physik: Kann sich Licht im leeren Raum ausbreiten oder braucht es dazu ein Medium, eine Materie, Äther genannt. Lange war man der Meinung, Licht könne sich nur in einem solcherart gefüllten Raum ausbreiten, bis durch die spezielle Relativitätstheorie Einsteins von 1905 der Äther als notwendiges Medium sich gleichsam verflüchtigte. Wir wissen heute: Licht kann sich im leeren Raum ausbreiten, wie der Weltraum mit seinen Milliarden von Sternen uns täglich, besser nächtens zeigt. Allerdings: Auch dem Weltraum mangelt es an dem absoluten Vakuum der Philosophen, Spurenelemente von Molekülen schwirren auch in ihm noch umher.

Autor: Prof. Peter Rautmann