Die Lister Künstler stellen sich vor – Wiebke Otte

Am Sonntag, den 2. November 2014 ist wieder der Atelierrundgang der Lister Künstler. Was wird es in den Ateliers diesmal zu sehen geben, welche neuen Arbeiten sind entstanden? Wiebke Otte:

Was geschieht im Durchgang?

Im Eingangsbereich der Ateliers von Hannes Lühn und Leiv Donnan zeige ich neue Arbeiten auf Papier. Wie oft orientiere ich mich an Gegenständen, die ich zeichnerisch umschreibe und erweitere. Es geht mir weniger um die Art der Dinge, als um ihre Fähigkeit, meine Aufmerksamkeit zu fesseln, und meiner Aufmerksamkeit einen Fokus zu geben.

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Weniger stellt sich die Frage: Was ist zu sehen? Mehr: wie habe ich es gesehen, ob welcher Reize ausgewählt? Wielange angesehen, wie oft dargestellt? Die gezeigten Zeichnungen stehen am Ende einer Reihe, die den Gegenstand erforschen und grafische Mittel erproben.

Hier wird etwas geboten:
Spuren meiner intensivierten, verdichteten Wahrnehmung. Zeichnerische Annäherung braucht ihre Zeit, verlangsamt, ist anachronistisch.

Vom Betrachter wird auch etwas gefordert:
Sich ebenso zu verlangsamen, seine Wahrnehmung zu konzentrieren.
Zu sehen ist nicht das Ding, sondern die Spur eines Beobachtungprozesses.
Wohin führt das Nachspüren der Zeichnung den Betrachter: zurück zum Gegenstand, zum Zeichner, oder zu sich selbst? Sie sind eingeladen, es herauszufinden.

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